Direkt zur Antwort

Teste lokal mit GET /api/tags. Für einen Portwechsel setzt du OLLAMA_HOST passend zum Startweg von Ollama und stellst anschließend die Clients um. Eine andere Portnummer schützt den Zugriff nicht; Container und andere Rechner benötigen ihre jeweils passende Zieladresse.

Was Port und Bind-Adresse bedeuten

Die Adresse http://127.0.0.1:11434 besteht aus dem lokalen Rechner, der Portnummer und dem HTTP-Protokoll. Die Ollama-FAQ nennt diese Bindung als Standard. localhost bezeichnet ebenfalls den eigenen Rechner; welche IP-Adresse dafür aufgelöst wird, kann vom System abhängen.

Entscheidend ist der Ort des Aufrufs. Ein Browser auf deinem Laptop, ein Programm im Container und eine Anwendung auf einem zweiten Rechner haben nicht automatisch denselben „eigenen Rechner“. Notiere daher zuerst: Wo läuft der Client, wo läuft Ollama und welche Adresse verbindet beide?

Die API-Übersicht unterscheidet außerdem die native lokale Basis /api von kompatiblen Schnittstellen wie /v1. Eine Anwendung, die eine bestimmte API erwartet, benötigt neben dem richtigen Port auch den richtigen API-Pfad. Die Grundlagen erklärt Was ist Ollama?

Drei Adressräume: lokaler Rechner mit 127.0.0.1, Container im gemeinsamen Compose-Netz mit Dienstname und anderes Gerät mit erreichbarer Serveradresse.
Die Adressen gelten jeweils für den gezeigten Ort des Aufrufs. Dienstname und Serveradresse müssen zu deinem tatsächlichen Netzwerk passen.

Zuerst lokal prüfen

Starte den Test auf dem Rechner, auf dem Ollama läuft. Dieser lesende Aufruf fragt vorhandene Modelle ab und startet keine Modellgenerierung:

curl http://127.0.0.1:11434/api/tags

In Windows PowerShell kannst du ausdrücklich curl.exe verwenden, um das Kommandozeilenprogramm aufzurufen. Der dokumentierte Endpunkt liefert eine JSON-Antwort mit einer models-Liste. Eine leere Liste bedeutet etwas anderes als eine gescheiterte Verbindung: Der Server kann antworten, obwohl noch kein Modell vorhanden ist.

Halte für die Fehlersuche URL, Zeitpunkt und genaue Meldung fest. „Verbindung abgelehnt“ bedeutet, dass an dieser Adresse keine Verbindung zum gewünschten Dienst zustande kommt. Prüfe zuerst Listener, Bind-Adresse und eine mögliche aktive Ablehnung durch das System. Eine HTTP-Antwort zeigt dagegen, dass bereits ein HTTP-Dienst geantwortet hat. Prüfe dann, ob es der gewünschte Dienst und der richtige API-Pfad war. Dieses Prüfprotokoll ist ein Vorschlag für dein Setup, kein hier aufgezeichneter Testlauf.

Eine erreichbare API bestätigt noch nicht die GPU-Zuordnung des geladenen Modells. Wie du Ollama mit GPU prüfen kannst, zeigt der separate Guide zur PROCESSOR-Ausgabe und zur tatsächlichen Serverinstanz.

Verbindung in vier Schritten eingrenzen

Teste zuerst auf dem Rechner, auf dem Ollama tatsächlich läuft. Der folgende Aufruf liest nur die Modellliste; er startet keine Generierung. Die Begrenzung auf vier Sekunden ist unser Diagnosebeispiel und keine Hersteller-Latenzgarantie.

curl.exe --noproxy "*" --connect-timeout 2 --max-time 4 -i http://127.0.0.1:11434/api/tags

curl.exe ist die Windows-Schreibweise. Unter macOS und Linux verwendest du curl. --noproxy "*" verhindert für diesen lokalen Versuch den Umweg über einen konfigurierten Proxy.

Vom eigenen Rechner über HTTP-Status zur Modellliste und anschließend zur Clientadresse.
Eigene Erläuterung mit fiktiven Beispielen; keine Modellmessung.
Eine Beobachtung, ein nächster Schritt
BeobachtungWas sie belegtWas du als Nächstes prüfst
Verbindung abgelehntKeine erfolgreiche Verbindung zu diesem ZielListener, App/Dienst und tatsächliche Bindung prüfen
ZeitüberschreitungKeine rechtzeitige Antwort im gewählten ZeitfensterZieladresse, Netzweg und Filter eingrenzen; keinen Port blind öffnen
HTTP 401/403Ein HTTP-Dienst verweigert ZugriffReverse Proxy und vorgesehenen Zugang prüfen; keine Zugangskontrolle abschalten
HTTP 404 oder HTMLEin Dienst antwortet, aber nicht im erwarteten API-FormatBasisadresse und /api/tags abgleichen
HTTP 200 und models: []Die erwartete Listenstruktur ist erreichbar, die Liste ist leerVorhandene Modelle und den tatsächlichen Clientstandort prüfen

Den Listener kannst du unter Windows lesend mit Get-NetTCPConnection -LocalPort 11434 -State Listen, unter Linux mit ss -ltnp und unter macOS mit lsof -nP -iTCP:11434 -sTCP:LISTEN suchen. Prozessdetails können zusätzliche Rechte benötigen. Beende keinen Prozess allein wegen seiner Portnummer.

Der lokale Antwortprüfer wertet einen gespeicherten HTTP-Status und einen Antworttext aus. Er baut selbst keine Verbindung auf. Beispiel: python antwort-pruefen.py 200 antwort.json. „Listenformat erkannt“ beweist weder die Identität des Servers noch GPU-Nutzung oder eine erfolgreiche Generierung.

Leeres Diagnoseprotokoll herunterladen

Bei einem Portkonflikt den Prozess zuordnen

Die Meldung address already in use kann auftreten, wenn du einen zweiten Server auf derselben Bindung startest. Eine laufende Desktop-App oder ein vorhandener Dienst ist deshalb der erste Kandidat. Prüfe die bestehende Installation, bevor du zusätzlich ollama serve aufrufst.

Vom Befund zum nächsten kleinen Prüfschritt
BefundPrüfen
Der lokale API-Aufruf funktioniert schonVorhandene Instanz weiterverwenden; keine zweite starten
Port belegt, API-Aufruf unpassendProzessname und Installationsort des Listeners zuordnen
Nach App-Neustart weiterhin KonfliktZusätzlichen Dienst oder Container auf derselben Host-Bindung prüfen
Nur ein Client scheitertSeine gespeicherte Basis-URL und Schnittstelle vergleichen

Unter Windows zeigt der Ressourcenmonitor beziehungsweise eine lesende Portabfrage den zugehörigen Prozess. Unter Linux oder macOS kannst du die Listener mit den Systemwerkzeugen prüfen. Beende einen Prozess erst, wenn seine Aufgabe feststeht. Ein fremder Dienst kann eine bewusst gewählte Portnummer bereits benötigen.

Port ändern und Clients nachziehen

Unser Beispiel verwendet 127.0.0.1:11435 für einen lokal gebundenen Server. Die Zahl 11435 ist frei gewählt und muss auf deinem Rechner verfügbar sein. Der Hersteller dokumentiert dafür OLLAMA_HOST und je nach Startweg unterschiedliche Einstellungen:

  • Windows-App: Ollama vollständig über den Infobereich beenden, die Benutzer-Umgebungsvariable OLLAMA_HOST auf 127.0.0.1:11435 setzen und die App neu starten.
  • macOS-App: Die Variable mit launchctl setenv OLLAMA_HOST "127.0.0.1:11435" setzen und Ollama neu starten.
  • Linux-Dienst mit systemd: Einen Override für den tatsächlich verwendeten Dienst anlegen, unter [Service] die Zeile Environment="OLLAMA_HOST=127.0.0.1:11435" setzen, die Dienstkonfiguration neu laden und den Dienst neu starten.

Für einen bewusst manuell gestarteten Server in einer POSIX-Shell lautet die Einstellung für diesen Prozess:

OLLAMA_HOST=127.0.0.1:11435 ollama serve

Prüfe anschließend http://127.0.0.1:11435/api/tags und ändere die Basis-URL jedes zugehörigen Clients. Eine Variable in einem offenen Terminal verändert eine bereits laufende Desktop-App oder einen systemd-Dienst nicht nachträglich.

Linux-Dienst: Den Override Schritt für Schritt setzen

Für einen tatsächlich über systemd gestarteten Ollama-Dienst öffnest du zuerst den Override-Editor:

sudo systemctl edit ollama.service

Trage dort den folgenden Abschnitt ein und speichere die Datei. Verwende den vorhandenen Abschnitt [Service], wenn du bereits einen Override bearbeitest:

[Service]
Environment="OLLAMA_HOST=127.0.0.1:11435"

Lade anschließend die Dienstkonfiguration neu, starte diesen Dienst neu und prüfe die neue Adresse:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl restart ollama.service
curl http://127.0.0.1:11435/api/tags

Die erwartete Antwort ist ein JSON-Objekt mit einer models-Liste; sie darf leer sein. Kommt keine Antwort, prüfe den tatsächlich verwendeten Dienst und die neue Bindung. Die Hersteller-FAQ zur Dienstkonfiguration beschreibt Editor und Neustart. Das Beispiel verändert einen Dienst auf deinem Rechner und wurde hier nicht ausgeführt.

Container, LAN und Browser auseinanderhalten

Im gleichen Compose-Netz können Container einen Dienst über seinen Dienstnamen erreichen. Die Docker-Dokumentation trennt dabei den Container-Port vom veröffentlichten Host-Port. Ein Dienst namens ollama mit internem Port 11434 kann dort beispielsweise unter http://ollama:11434 erreichbar sein. Der Host nutzt seine veröffentlichte Bindung. Das konkrete Setup zeigt Ollama mit Docker.

Für einen zweiten Rechner brauchst du eine erreichbare Serveradresse sowie eine dazu passende Bindung und Zugriffsregel. 0.0.0.0 bezeichnet beim Server das Lauschen auf allen IPv4-Schnittstellen; es ist keine passende Zieladresse für deinen entfernten Client.

Die Authentifizierungsreferenz erklärt, dass die lokale API keine Anmeldung verlangt. Begrenze deshalb einen erweiterten Zugriff bewusst, etwa über ein geeignetes privates Netz oder einen authentifizierenden Zugang. Ein verschlüsselter Tunnel allein beantwortet noch nicht, wer diesen Zugang verwenden darf.

Wenn ein Browseraufruf an CORS scheitert, prüfe getrennt die erlaubte Herkunft über OLLAMA_ORIGINS. Diese Einstellung regelt Browser-Ursprünge. Sie ersetzt weder eine Firewall noch eine Anmeldung und macht eine falsche Zieladresse nicht richtig.

Quellen & Methode

Vorgehen und Grenzen

Mit KI recherchierte und erstellte Dokumentationsanleitung. Vier ausgewählte Haupttexte wurden vollständig gelesen und verglichen; technische Aussagen wurden mit aktueller Originaldokumentation abgeglichen. Beispiele und Grafiken sind eigene Erläuterungen. Es wurden hier keine Laufzeiten, Modellantworten oder produktiven Workflow-Ausführungen gemessen. Gezielte Ergänzung vom 21.10.2026: eigene Diagnose- und Abnahmefälle mit aktueller Originaldokumentation abgeglichen. Die Beispiele wurden nicht als Modellleistung oder produktiver Laufzeittest gemessen.

Bei Recherche, Texterstellung und Grafiken wird KI eingesetzt. Welche eigenen Versuche vorliegen und was nur als Beispiel dient, beschreibt dieser Beitrag. Unser Redaktionsstandard erklärt die Anforderungen an Belege und Berichtigungen.

Belege für die Aussagen

  1. Ollama: FAQBelegt: Standardbindung, Umgebungsvariablen, Plattformen und CORS · geprüft am 21. Oktober 2026
  2. Ollama: API IntroductionBelegt: Lokale Basis-URLs und unterschiedliche Schnittstellen · geprüft am 5. Oktober 2026
  3. Ollama: List ModelsBelegt: Lesender GET-Aufruf und models-Antwort · geprüft am 5. Oktober 2026
  4. Ollama: AuthenticationBelegt: Anmeldefreie lokale API und getrennte Cloud-Authentifizierung · geprüft am 5. Oktober 2026
  5. Docker: Networking in ComposeBelegt: Dienstnamen sowie Container- und Host-Ports · geprüft am 5. Oktober 2026
  6. curl: Optionen und ZeitgrenzenBelegt: --connect-timeout, --max-time, --noproxy; betreffende Referenzabschnitte gelesen · geprüft am 21. Oktober 2026
  7. Microsoft: Get-NetTCPConnectionBelegt: Lesende Port- und Statusabfrage; Referenzabschnitte gelesen · geprüft am 21. Oktober 2026